Jake Adelstein

Jake Adelstein ist ein investigativer Journalist und Autor, der sich auf Japans Unterwelt und organisierte Kriminalität spezialisiert hat. Bekanntheit erlangte er mit seinem Debütbuch "Tokyo Vice: A Reporter on the Police Beat in Japan", das 2009 veröffentlicht wurde und seine Erfahrungen als Kriminalreporter für Japans größte Zeitung, die Yomiuri Shimbun, schildert. Zu seinen späteren Werken gehören "The Last Yakuza" (2022) und "Tokyo Noir" (2024), die eine inoffizielle Trilogie über Japans kriminelle Unterwelt bilden. Adelstein schrieb auch "J’ai Vendu Mon Âme En Bitcoins" (2019), das in Frankreich veröffentlicht wurde, und beteiligte sich an investigativen Audio-Projekten wie "The Evaporated" (2023) und "Night Shift" (2024).

Geboren in Missouri, reiste Adelstein 1988 erstmals als Austauschstudent an der Sophia University nach Japan. Seine journalistische Karriere begann 1993, als er zur Yomiuri Shimbun stieß, wo er bis 2005 als Kriminalreporter arbeitete. Zwischen 2006 und 2007 führte er eine vom US-Außenministerium geförderte Studie über Menschenhandel in Japan durch. Seit 2017 ist Adelstein ein niederrangiger Zen-Buddhistenpriester und teilt seine Zeit zwischen Japan und den Vereinigten Staaten auf, wo er unter seinem eigenen Namen und Pseudonymen für verschiedene Publikationen auf Englisch und Japanisch schreibt. Seine Werke erforschen die dunkleren Aspekte der japanischen Gesellschaft und verbinden investigative Gründlichkeit mit persönlichen Erfahrungen.
Sachbücher
# Titel Jahr
1 Tokyo Vice 2009
2 2:46: Aftershocks 2011
3 Operation Tropical Storm 2015
4 Pay the Devil in Bitcoin 2017
5 The Last Yakuza 2023
6 Tokyo Noir 2024