Javier Marías war ein spanischer Romanautor, Übersetzer und Kolumnist, dessen Werke in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Geboren 1951 in Madrid, veröffentlichte er seinen ersten Roman "Los dominios del lobo" ("The Dominions of the Wolf") im Alter von 17 Jahren. Seine literarische Karriere erstreckte sich über Jahrzehnte und brachte gefeierte Werke hervor wie die Kurzgeschichtensammlung "While the Women are Sleeping", die "The Life and Death of Marcelino Iturriaga" enthielt – eine Geschichte, die er bereits mit 14 Jahren schrieb. Marías erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1997 den Nelly Sachs Prize und 2000 den Dublin IMPAC Award.
Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war Marías ein angesehener Übersetzer und Akademiker, der spanische Literatur an Institutionen wie der Oxford University und dem Wellesley College lehrte. Er betrieb zudem den kleinen Verlag Reino de Redonda und schrieb eine wöchentliche Kolumne für El País, die später auf Englisch als "La Zona Fantasma" in The Believer erschien. Seine Werke erforschten oft Themen wie Erinnerung, Identität und moralische Ambivalenz, was seine intellektuelle Prägung als Sohn des Philosophen Julián Marías widerspiegelte. Marías verstarb 2022 und hinterließ ein Erbe als einer der einflussreichsten zeitgenössischen Autoren Spaniens.
Your Face Tomorrow Books (with Margaret Jull Costa)