Javier Sinay ist ein argentinischer Journalist und Schriftsteller, geboren 1980, bekannt für seine investigativen Werke und Beiträge zum Longform-Journalismus. Bekanntheit erlangte er mit "Los crímenes de Moisés Ville", einem Buch, das historische Verbrechen in einer jüdisch-argentinischen Gemeinde untersucht, sowie mit "Sangre Joven", wofür er den Rodolfo Walsh Prize auf Spaniens Semana Negra de Gijón erhielt. Seine gemeinsam verfasste Anthologie "¡Extra!" dokumentiert 150 Jahre argentinische Kriminalreportagen, während "La caja de letras" einen hundert Jahre alten jiddischen Text über jüdisch-argentinischen Journalismus wiederbelebt. 2015 erhielt Sinay den Gabriel García Márquez Award für seinen Rolling Stone-Artikel "Rápido. Furioso. Muerto."
Sinays Karriere umfasst bedeutende redaktionelle Positionen, darunter die Tätigkeit als Südamerika-Korrespondent für Mexikos El Universal und als Redakteur für Rolling Stone Argentina. Seine Arbeiten erschienen in internationalen Publikationen wie Gatopardo, Etiqueta Negra und Letras Libres, was sein Fachwissen im kreativen Sachbuchbereich unterstreicht. Als gefragter Dozent leitete er Workshops über narrativen Journalismus in ganz Lateinamerika und Spanien. Sinay schreibt weiterhin für große Medien wie La Nación und Clarín und konzentriert sich in seinen Texten auf Verbrechen, Geschichte und kulturelle Identität.