Jeannette Grunhaus De Gelman

Jeannette Grunhaus de Gelman ist eine venezolanische Schriftstellerin, Professorin und Forscherin, deren Arbeit sich auf Holocaust-Studien und die Erfahrungen von Überlebenden der zweiten Generation konzentriert. 1946 in Szczecin, Polen, als Tochter polnischer Holocaust-Überlebender aus Włodawa geboren, emigrierte sie mit ihrer Familie nach Venezuela, wo sie sich in Maracaibo niederließen. Ihr Debütwerk "On Sunny Days We Sang" ("En los días claros cantábamos"), das 2018 veröffentlicht wurde, schildert das Überleben ihrer Eltern im von den Nazis besetzten Polen. Das Buch, ihre erste umfangreiche Veröffentlichung, entstand aus ihrer Forschungstätigkeit an der Florida Atlantic University, wo sie von 2013 bis 2018 als Research Scholar tätig war.

Gelmans akademischer Hintergrund umfasst einen Bachelor-Abschluss in Französisch vom Wellesley College, einen Master in spanischer Literatur von der New York University und einen Master in Französisch-Didaktik von der Université de Paris III. Sie unterrichtete über zwei Jahrzehnte lang, von 1971 bis 1996, französische Sprache und Literatur an der Universidad del Zulia in Maracaibo. Ihr Schreiben ist stark von der Geschichte ihrer Familie geprägt und spiegelt ihr Engagement wider, Holocaust-Erzählungen zu bewahren. Vor der COVID-19-Pandemie hielt sie Vorträge für Schüler und Studenten über die Zerstörung des polnisch-jüdischen Lebens, eine Tätigkeit, die sie fortsetzen möchte. Heute lebt sie in Miami, Florida, und widmet sich weiterhin den Themen Trauma, Erinnerung und Widerstandsfähigkeit.
Sachbücher
# Titel Jahr
1 On Sunny Days We Sang: A Holocaust Story of Survival and Resilience 2022