Jenny Nordberg ist eine preisgekrönte investigativjournalistin und Autorin, deren Arbeit internationale Menschenrechte, Konflikte und Geschlechterfragen umfasst. Mit Sitz in New York und Schweden hat sie Langzeitrecherchen für Publikationen wie "The New York Times", "The New Yorker", "The Atlantic" und "The Guardian" beigetragen. Ihre bahnbrechende Berichterstattung über Afghanistans "bacha posh" – Mädchen, die unter Geschlechterapartheid als Jungen leben – erschien in "The New York Times" und wurde später zu ihrem gefeierten Sachbuch "The Underground Girls of Kabul: In Search of a Hidden Resistance in Afghanistan" erweitert. Das Buch, das in achtzehn Sprachen übersetzt wurde, bietet ein aufschlussreiches Porträt der afghanischen Kultur und des Widerstands von Frauen.
Nordbergs Karriere umfasst umfangreiche Feldforschung als Korrespondentin in Afghanistan, Iran und der Ukraine, wo sie grenzüberschreitende Untersuchungen zu Korruption, Konflikten und Menschenrechtsverletzungen geleitet hat. Als Teil des investigativen Teams von "The New York Times" trug sie zu einer Pulitzer-Preis-gekrönten Serie über das US-Frachteisenbahnsystem bei und berichtete über die US-Außenpolitik in Haiti. Ihre Arbeit wurde auch in Fernsehdokumentationen adaptiert, die Themen wie irakische Flüchtlinge und Pakistans nukleare Proliferation behandeln. In Schweden gründete sie das erste investigativteam im nationalen Radioprogramm, das sich auf Terrorismus und Regierungskorruption konzentrierte.
Als erfahrene Dozentin und Pädagogin hat Nordberg grenzüberschreitenden investigativen Journalismus an der New York University unterrichtet und analysiert häufig Außenpolitik für schwedische Medien. Zu ihren Auszeichnungen gehören Preise von Investigative Reporters and Editors, der Robert F. Kennedy Journalism Award und Schwedens renommierter Guldspaden. Sie hat Abschlüsse in Recht und Journalismus von der Stockholm University und der Columbia University’s Graduate School of Journalism. Nordberg schreibt und berichtet weiterhin über globale Themen und verbindet dabei rigorose investigativen Methoden mit fesselnder erzählerischer Darstellung.