Joy Adamson war eine Naturforscherin, Künstlerin und Autorin, die für ihre Naturschutzarbeit und ihren Bestseller "Born Free" bekannt war. Das Buch schildert ihre Erfahrungen mit der Aufzucht und Auswilderung einer Löwin namens Elsa. Es wurde ein internationaler Erfolg, in mehrere Sprachen übersetzt und inspirierte eine mit einem Oscar prämierte Verfilmung. Für ihre literarischen Verdienste erhielt sie 1977 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.
Geboren in Österreich-Ungarn (heute Tschechien), verfolgte Adamson vielfältige Interessen, bevor sie sich in Afrika niederließ, wo sie den Wildhüter George Adamson heiratete. Ihr künstlerisches Talent entfaltete sich, als sie verschwindende Stammeskulturen in Auftragsgemälden dokumentierte, von denen viele heute im Nationalmuseum Kenias ausgestellt sind. Ihr Naturschutz-Erbe wurde durch ihre bahnbrechenden Bemühungen mit Elsa zementiert – die erste erfolgreiche Auswilderung einer Löwin in die Wildnis, eine Geschichte, die Leser weltweit faszinierte.
Adamsons spätere Jahre waren von Tragik geprägt. Sie wurde 1980 im Shaba-Nationalreservat in Kenia ermordet, ein Verbrechen, das zunächst einem Löwenangriff zugeschrieben wurde. Ihr Ehemann George ereilte neun Jahre später ein ähnlich gewaltsames Schicksal. Trotz ihres vorzeitigen Todes leben die Beiträge der Adamsons zum Wildtierschutz und zur Literatur durch "Born Free" und seine Fortsetzungen weiter, die weltweit weiterhin Naturschutzbemühungen inspirieren.