Judith Herrin ist eine angesehene Historikerin, die sich auf Byzantinistik spezialisiert hat und für ihre wissenschaftlichen Beiträge auf diesem Gebiet bekannt ist. Sie promovierte an der University of Birmingham nach ihrem Studium an der University of Cambridge und hatte prestigeträchtige akademische Positionen inne, darunter die Stanley J. Seeger Professur für Byzantinische Geschichte an der Princeton University. Später war sie Professorin für Spätantike und Byzantinische Studien am King's College London, bis sie sich 2008 zurückzog, woraufhin sie ihre Forschung als Fellow fortsetzte. Sie ist vor allem für ihre einflussreichen Werke bekannt, darunter "The Formation of Christendom", "Women in Purple" und "Byzantium: the Surprising Life of a Medieval Empire", die ihren Ruf als führende Expertin für byzantinische Geschichte gefestigt haben.
Herrins Forschung umfasst byzantinische Archäologie, Kulturgeschichte und die Rolle der Frauen im Byzantinischen Reich sowie dessen Interaktionen mit dem Islam und der westlichen Welt. Ihre akribische Forschung und zugängliche Schreibweise machen ihre Arbeiten sowohl für akademische als auch für allgemeine Leser wertvoll. In Anerkennung ihrer Verdienste wurde ihr 2002 das Goldene Ehrenkreuz vom Präsidenten der Hellenischen Republik Griechenland verliehen. Herrin bleibt eine aktive Forscherin, die weiterhin die Komplexitäten der byzantinischen Gesellschaft und ihr bleibendes Erbe untersucht.