Nick Carter ist ein langjähriges Pseudonym, das von mehreren Autoren über Jahrzehnte der Veröffentlichungen hinweg genutzt wurde. Der Name geht auf eine fiktive Detektivfigur zurück, die erstmals 1886 in der Fortsetzungsgeschichte "The Old Detective's Pupil; or, The Mysterious Crime of Madison Square" in der "New York Weekly" auftrat. Die Figur erlangte Bekanntheit durch die Killmaster-Reihe, eine Sammlung von über 260 Spionageabenteuerromanen, die zwischen 1964 und den späten 1990ern unter dem Namen Nick Carter von Ace, Award und Jove veröffentlicht wurden.
Die Nick-Carter-Figur wurde ursprünglich von Ormond G. Smith, dem Sohn eines Gründers des Verlags Street & Smith, entwickelt und von dem Autor John R. Coryell zum Leben erweckt. Die Killmaster-Romane stellten Carter als Spezialagenten in temporeichen Spionagestorys dar, die Action mit Intrigen verbanden. Im Laufe der Jahre trugen zahlreiche Autoren unter dem gemeinsamen Pseudonym zur Serie bei, wobei sie die Kontinuität bewahrten, sich aber gleichzeitig den sich wandelnden Thriller-Konventionen anpassten.
Obwohl die ursprünglichen Nick-Carter-Geschichten bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreichen, liegt das bleibende Vermächtnis der Figur im Spionageroman-Boom der mittleren bis späten 20. Jahrhunderts. Die Killmaster-Reihe wurde zu einem Grundpfeiler der Pulp-Abenteuerliteratur, wobei die letzten Bände in den 1990ern erschienen. Das Pseudonym bleibt bis heute synonym mit dem langjährigen, mehrfach-autorisierten Ansatz des seriellen Geschichtenerzählens.