Oonya Kempadoo ist eine in Guyana geborene Schriftstellerin, deren Werk das karibische Leben und die Identität durch lebendiges Geschichtenerzählen erforscht. Sie wurde 1966 in Sussex, England, als Tochter guyanischer Eltern geboren, wuchs in Guyana auf und lebte in verschiedenen Teilen Europas und der Karibik. Ihr Debütroman "Buxton Spice", der 1998 veröffentlicht wurde, erhielt breite Anerkennung und war für den International IMPAC Dublin Literary Award nominiert. Ihr zweiter Roman "Tide Running" aus dem Jahr 2001 taucht in das Leben der Brüder Cliff und Ossie in Tobago ein und festigte ihren Ruf als fesselnde Stimme in der zeitgenössischen karibischen Literatur.
Kempadoos Schreiben ist tief in den Landschaften und Kulturen der Karibik verwurzelt und verbindet reiche Erzählung mit sozialer Kritik. Ihr Hintergrund in Kunst, den sie in Amsterdam studierte, prägt ihre beschreibende Prosa und ihr geschultes Auge für Details. Nachdem sie in Trinidad, St. Lucia, Tobago und Grenada gelebt hat, spiegelt ihr Werk ein nuanciertes Verständnis regionaler Dynamiken wider. Von den Orange Prize-Juroren als "Great Talent for the Twenty-First Century" anerkannt, wurde sie zudem mit dem renommierten Casa de las Americas Prize für ihre Beiträge zur Literatur ausgezeichnet.