Pierre Seel war ein französischer Schriftsteller und Holocaust-Überlebender, der mutig seine Verfolgung als homosexueller Mann während des Zweiten Weltkriegs dokumentierte. Sein Memoir "I, Pierre Seel, Deported Homosexual" ist ein erschütterndes Zeugnis der gezielten Verfolgung von LGBTQ+-Personen durch das NS-Regime und bietet einen der wenigen Augenzeugenberichte dieses oft übersehenen Kapitels der Geschichte.
Nach jahrzehntelangem Schweigen wurde Seel in den 1980er Jahren zu einem engagierten Aktivisten, der seine Erfahrungen teilte, um das Bewusstsein für die systematische Unterdrückung homosexueller Häftlinge in Konzentrationslagern zu schärfen. Seine Schriften verbinden schonungslose historische Zeugnisse mit tiefgreifenden persönlichen Reflexionen und beleuchten sowohl die erlittene Brutalität als auch das anhaltende Trauma des erzwungenen Schweigens. Seels Werk bleibt ein wesentlicher Beitrag zur Holocaust-Literatur und zur LGBTQ+-Geschichte.