Polly Hall ist eine britische Autorin, deren Werk psychologischen Horror, Gothic-Fiktion und literarische Dark Fantasy umfasst. Sie erhielt kritische Anerkennung als Bram Stoker Award Finalist und IPPY Gold Medal Award Gewinnerin für ihren Debütroman "The Taxidermist’s Lover", der von The New York Times für seine "üppige" Prosa und "verblüffenden Schlüsse" gelobt wurde. Ihr zweiter Roman, "Myrrh", festigte ihren Ruf als Meisterin verstörender Erzählungen weiter und wurde von Kritikern als "erschreckende und zutiefst viszerale Erkundung gesellschaftlicher Fassaden, Identität und Familie" beschrieben. Beide Werke wurden in renommierten Publikationen wie Kirkus Reviews, Publishers Weekly und Booklist vorgestellt, wobei letzteres "The Taxidermist’s Lover" mit einer Sternenbewertung auszeichnete.
Halls Schreibstil zeichnet sich durch eine lyrische, aber zugleich viszerale Qualität aus und behandelt häufig Themen wie Besessenheit, Identität und das Groteske. Sie hat einen MA in Kreativem Schreiben von der Bath Spa University, und ihre kürzeren Werke – Flash Fiction, Gedichte und Kurzgeschichten – wurden in nationalen und internationalen Anthologien veröffentlicht. Rezensionen heben oft ihre Fähigkeit hervor, atmosphärische Spannung mit psychologischer Tiefe zu verweben, wie in "Myrrh", wo sie Mutterschaft und Wahnsinn durch verwobene Erzählstränge erforscht.
Hall lebt in Somerset, England, und schöpft Inspiration aus ihrer Umgebung, während sie eine ausgeprägte Gothic-Sensibilität bewahrt. Ihre Romane, die oft mit klassischen Horror-Traditionen verglichen werden, verbinden makabre Bildsprache mit emotionaler Intensität. Neben ihren Romanen hat sie an kollaborativen Kunstprojekten mitgewirkt, was ihre Vielseitigkeit als Geschichtenerzählerin weiter unterstreicht.