Sébastien Japrisot

Sébastien Japrisot war ein französischer Autor, Drehbuchautor und Filmregisseur, der vor allem für seine literarischen Werke bekannt war, die ihm den Spitznamen "der Graham Greene Frankreichs" einbrachten. Geboren als Jean-Baptiste Rossi in Marseille, nahm er das Pseudonym Sébastien Japrisot an, ein Anagramm seines richtigen Namens. Sein Debütroman "Les mal partis" schrieb er im Alter von 16 Jahren und veröffentlichte ihn unter seinem Geburtsnamen. Obwohl er in der frankophonen Welt weithin gefeiert wurde, blieb Japrisot in englischsprachigen Ländern relativ unbekannt, obwohl mehrere seiner Romane übersetzt und für die Leinwand adaptiert wurden.

Japrisots Werke vereinten oft Mystery, psychologische Tiefe und komplexe Erzählkunst und erhielten dafür große Anerkennung. Sein Roman "One Deadly Summer" wurde 1983 mit Isabelle Adjani in der Hauptrolle verfilmt, während "A Very Long Engagement" ein internationaler Bestseller wurde und den Prix Interallié gewann. Letzterer wurde später 2004 mit Audrey Tautou in einer Verfilmung umgesetzt. Während seiner gesamten Karriere bewies Japrisot eine einzigartige Fähigkeit, Spannung mit emotionaler Tiefe zu verbinden, was seinen Ruf als Meister der literarischen Fiktion festigte. Er starb 2003 und hinterließ ein Erbe fesselnder Geschichten, die Leser und Zuschauer weltweit weiterhin in ihren Bann ziehen.
Einzelromane
# Titel Jahr
1 The Sleeping Car Murders / The 10.30 from Marseilles 1962
2 Trap for Cinderella 1964
3 The Lady in the Car with Glasses and a Gun 1966
4 Goodbye, Friend 1969
5 Rider on the Rain 1969
6 One Deadly Summer 1977
7 Women in Evidence 1986
8 A Very Long Engagement 1991