Sonia Nazario ist eine preisgekrönte Journalistin und Autorin, die für ihre tiefgehenden Reportagen über soziale Themen bekannt ist, insbesondere über Einwanderung und Menschenrechte. Ihr meistgepriesenes Werk, "Enrique's Journey", begann als Pulitzer-Preis-gekrönte Serie für die Los Angeles Times im Jahr 2003 und wurde später zu einem Bestseller-Buch erweitert. Die Erzählung folgt der erschütternden Suche eines honduranischen Jungen, der sich mit seiner Mutter in den Vereinigten Staaten wiedervereinen möchte, und erhielt breite Anerkennung, wodurch es zur Pflichtlektüre an zahlreichen Universitäten und Schulen wurde. Nazarios Berichterstattung wurde außerdem mit dem George Polk Award, dem Robert F. Kennedy Journalism Award und dem National Assn. of Hispanic Journalists Guillermo Martinez-Marquez Award ausgezeichnet, unter anderen.
Nazarios Karriere erstreckt sich über mehr als zwei Jahrzehnte, in denen sie komplexe Themen wie Hunger, Drogenabhängigkeit und Einwanderung durch ihre Arbeit beim Wall Street Journal und der Los Angeles Times behandelt hat. Ihr Schreibstil verbindet oft akribische Recherche mit fesselnder Erzählweise und wirft Licht auf marginalisierte Gemeinschaften. In Kansas geboren und teilweise während des Schmutzigen Krieges in Argentinien aufgewachsen, bringt Nazario eine einzigartige Perspektive in ihre Berichterstattung über Lateinamerika und US-Latino-Themen ein. Sie hat Abschlüsse vom Williams College und der University of California, Berkeley, wo sie einen Master in Lateinamerikastudien erwarb.
Vom Columbia Journalism Review als eine der "40 Frauen, die das Mediengeschäft verändert haben" anerkannt, beeinflusst Nazario weiterhin den öffentlichen Diskurs durch ihren Journalismus und ihr Engagement. Sie ist Mitglied in den Beiräten mehrerer Bildungs- und humanitärer Organisationen, darunter Kids In Need of Defense, das unbegleitete Einwandererkinder unterstützt. Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Buch und festigt damit ihr Vermächtnis als Stimme für Benachteiligte.