Schwester Helen Prejean, CSJ, ist eine römisch-katholische Nonne und eine führende Verfechterin der Abschaffung der Todesstrafe. Ihr erstes Buch, "Dead Man Walking", schildert ihre Erfahrungen als geistliche Begleiterin von zum Tode verurteilten Häftlingen, darunter Elmo Patrick Sonnier und Robert Lee Willie. Das Buch inspirierte einen Oscar-prämierten Film, ein Theaterstück und eine viel aufgeführte Oper. Ihr zweites Buch, "The Death of Innocents: An Eyewitness Account of Wrongful Executions", untersucht Fälle, von denen sie glaubt, dass sie unschuldige Personen betrafen, die zu Unrecht hingerichtet wurden.
Prejeans Arbeit begann 1981, als sie mit Sonnier, einem verurteilten Mörder vor seiner Hinrichtung, korrespondierte. Die Zeugin seiner Hinrichtung zu sein, beeinflusste sie tiefgreifend und veranlasste sie, Survive zu gründen, eine Organisation, die Familien von Opfern unterstützt, und später Moratorium 2000, eine Kampagne, die sich für einen Hinrichtungsstopp einsetzt. Ihr Schreiben verbindet persönliche Erzählungen mit einer gründlichen Untersuchung der ethischen und rechtlichen Auswirkungen der Todesstrafe. Sie diente als nationale Vorsitzende der National Coalition to Abolish the Death Penalty und spricht weiterhin weltweit über soziale Gerechtigkeitsthemen.
Prejeans jüngstes Buch, "River of Fire: On Becoming an Activist", wurde 2019 veröffentlicht. Sie bleibt aktiv in der Advocacy-Arbeit engagiert und arbeitet derzeit an einem neuen Buch über Manuel Ortiz, einen Häftling, den sie seit drei Jahrzehnten besucht. Als Empfängerin des Pacem in Terris Award vertritt Prejean die Consistent Life Ethic, die sich gegen Abtreibung, Sterbehilfe und die Todesstrafe ausspricht. In New Orleans ansässig, widmet sie ihr Leben der Aufklärung der Öffentlichkeit und der Beeinflussung der Politik durch ihr Schreiben und ihren Aktivismus.