Howard Dully ist ein Memoirenschreiber, der vor allem für seinen erschütternden persönlichen Bericht "My Lobotomy" bekannt ist, den er gemeinsam mit Charles Fleming verfasste und der 2007 veröffentlicht wurde. Das Buch schildert sein traumatisches Kindheitserlebnis, im Alter von 12 Jahren eine transorbitale Lobotomie durch den Neurologen Walter Freeman zu erleiden, sowie seinen jahrzehntelangen Kampf, sein Leben zurückzuerobern. Dully teilte seine Geschichte erstmals 2005 in einer National Public Radio-Dokumentation, die beispiellose Hörerreaktionen auslöste und zur Veröffentlichung seiner hochgelobten Memoiren führte.
Dullys Schreiben zeichnet sich durch schonungslose Ehrlichkeit und Widerstandsfähigkeit aus und erforscht Themen wie Trauma, Überleben und die Suche nach Verständnis. 1948 in Oakland, Kalifornien geboren, durchlebte er Institutionalisierung, Obdachlosigkeit und Alkoholismus, bevor er einen Abschluss in Computerinformationssystemen erwarb und als zertifizierter Schulbusausbilder arbeitete. Seine Recherchen in Freemans Archiven sowie Interviews mit Medizinern und anderen Lobotomie-Patienten flossen sowohl in seinen NPR-Beitrag als auch in seine Memoiren ein.
"My Lobotomy" erhielt breite Anerkennung für seine schonungslose, aber erlösende Erzählung und wurde von The New York Times als "eine der traurigsten Geschichten, die Sie je lesen werden" beschrieben. Die San Francisco Chronicle lobte seine "zwanghaft lesbare" Qualität, während The Observer aus Großbritannien seine kraftvolle Darstellung des Überlebens hervorhob. Dullys Werk gilt als bedeutender Beitrag zu medizinhistorischen Erzählungen und persönlichen Memoiren über das Überwinden von Widrigkeiten.