Javier Zamora

Javier Zamora ist ein salvadorianisch-amerikanischer Dichter, dessen Werk sich mit den Themen Migration, Krieg und Familientrennung auseinandersetzt. Seine gefeierte Debütgedichtsammlung "Unaccompanied" untersucht die langfristigen Auswirkungen des salvadorianischen Bürgerkriegs und seine eigene erschütternde Reise in die Vereinigten Staaten als unbegleiteter Minderjähriger. Zamoras Schreiben wurde durch prestigeträchtige Stipendien des National Endowment for the Arts und der Poetry Foundation gewürdigt.

Geboren 1990 in El Salvador, erlebte Zamora familiäre Vertreibung aufgrund des von den USA finanzierten Bürgerkriegs, wobei beide Elternteile während seiner Kindheit in die Vereinigten Staaten flohen. Im Alter von neun Jahren unternahm er die gefährliche Migration durch Guatemala, Mexiko und die Sonora-Wüste – Erfahrungen, die seine poetische Stimme tiefgehend prägen. Sein Werk verbindet persönliche Erzählung mit historischem Bewusstsein und bietet ergreifende Reflexionen über zentralamerikanische Geopolitik und das Einwandererleben.

Zamoras beeindruckende akademische Laufbahn umfasst Tätigkeiten als Stegner Fellow an der Stanford University und als Radcliffe Fellow an der Harvard University. Seine Beiträge zur zeitgenössischen Poesie haben ihn als bedeutende literarische Stimme etabliert, die sich mit den Komplexitäten von Vertreibung und kultureller Identität auseinandersetzt.
Sachbücher
# Titel Jahr
1 Solito: A Memoir 2022
Sammlungen
# Titel Jahr
1 Unaccompanied 2017