Maylis de Kerangal ist eine französische Autorin, geboren am 16. Juni 1967 in Toulon. Sie erlangte Bekanntheit mit ihrem Debütroman "Je marche sous un ciel de traîne", der 2000 erschien, gefolgt von Werken wie "La Vie voyageuse" (2003) und "Corniche Kennedy" (2008), die von der Kritik gefeiert wurden und für renommierte Preise wie den Médicis und den Femina nominiert waren. Ihr Roman "Naissance d’un pont" (2010), auf Englisch als "Birth of a Bridge" übersetzt, gewann den Médicis-Preis und den Franz-Hessel-Preis und etablierte sie als bedeutende Stimme der zeitgenössischen Literatur.
De Kerangals Schreiben erkundet häufig Themen wie menschliches Streben, kollektives Handeln und das Zusammenspiel von Natur und Technik. Ihr Hintergrund in Geschichte, Philosophie und Ethnologie prägt ihre detailreichen Erzählungen. 2014 erzielte sie weitere Anerkennung mit "Réparer les vivants", einer einfühlsamen Auseinandersetzung mit Organtransplantationen, das den Grand Prix RTL-Lire und den Studentenpreis für den Roman des Jahres von France Culture und Télérama gewann.
In Paris lebend, hat de Kerangal auch zur Jugendliteratur durch Éditions du Baron Perché beigetragen und an literarischen Zusammenarbeiten teilgenommen, darunter die Zeitschrift "Inculte". Ihre Werke, gefeiert für ihre lyrische Prosa und ihre filmische Weite, finden weiterhin großen Anklang bei Lesern und Kritikern.